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Rap

Alle Musikrichtungen und Stile im Überblick

Rap als Musikrichtung ist neben dem DJing, Breakdance und Graffiti ein Bestandteil der Hip Hop-Kultur. Ihre Anfänge nahm die Musikrichtung bei den Block-Partys der afroamerikanischen Jugend in der Bronx während der 1970er Jahre. Als einer der großen Initiatoren gilt DJ Kool Herc. Zu dieser Zeit war noch das DJing der grundlegende Bestandteil der Musik und die Rap-Parts des MCs galten nur als Beiwerk zu den aufgelegten Soul- und Funk-Breaks. Diese Rap-Parts waren zum damaligen Zeitpunkt eher längere Reimphrasen als ausgefeilte Texte.

Im Jahre 1979 entstand mit “King Tim III (Personality Jock)“ von The Fatback Band der erste Rap-Song. Im gleichen Jahr wurde auch “Rapper’s Delight“ der Sugarhill Gang veröffentlicht, welche die erste kommerziell erfolgreiche Rap-Platte wurde. Diese erste Phase, der Oldschool-Rap, lief bis Mitte der 80er fort und wurde dann von der goldenen Ära des Hip Hops abgelöst. Die kommerziellen Erfolge von Künstlern wie LL Cool J, Run DMC, Eric B. & Rakim, EPMD und Public Enemy traten diese los. Während dieser Zeit entwickelten sich diverse Richtungen des Raps, die sich nach dem Ende der goldenen Ära Anfang der 90er Jahre weiterentwickelten und fortliefen.

Rapper wie Dr. Dre, Snoop Doggy Dog und 2Pac prägten den Sound der amerikanischen Westküste. An der Ostküste stachen Künstler wie Nas, Notorious B.I.G. oder A Tribe Called Quest hervor. Als politischer „Sprecher“ des Raps galt immer mehr KRS-One mit seiner Formation Boogie Down Productions. Nach den kommerziellen Erfolgen der Musikrichtung formierte sich eine neue Untergrundbewegung. An deren Spitze bewegten sich Leute wie Kool Keith, Prince Paul oder die Gruppe Black Moon. Später folgten Talib Kweli, Common, Mos Def, die Dilated Peoples und Jurassic 5.

Ende der 90er und zu Beginn des neuen Jahrtausends begann eine neue Welle der kommerziell erfolgreichen Rap-Musik. Insbesondere standen dafür Eminem und der von ihm geförderte 50 Cent. Letzterer stand aufgrund seines Erfolges später sinnbildlich für den sogenannten Bling-Bling-Rap, bei dem vor allem auf große Goldketten, teure Uhren und dazu passende "dicke" Autos wert gelegt wird. Aktuell erfolgreiche Künstler wie Kendrick Lamar und J. Cole bringen nun wieder das Storytelling zurück in die Kunst des Raps.