Springbock.de
Impressum  Datenschutz
Wir nutzen Dienste von Drittanbietern, die Cookies auf Ihrem Gerät speichern um Benutzungsanalysen der Website und personalisierte Anzeigenschaltungen zu ermöglichen. mehr

TV-Musiksendung ZDF Hitparade

Weitere Musiksendungen: 4-3-2-1 Hot an Sweet - Beat-Club - disco - DSDS - Eurovision Song Contest - Formel Eins - Die Hit-Giganten - Musikladen - Ronny's Pop Show - Starparade - Talentschuppen - Die ultimative Chartshow

Bei der ZDF-Hitparade handelt es sich um eine der bekanntesten Sendungen des deutschen Fernsehens überhaupt. Sie lief insgesamt über einen Zeitraum von 32 Jahren von 1969 bis ins Jahr 2000 im Zweiten Deutschen Fernsehen. Sie wurde ursprünglich einmal im Monat um 18:50 Uhr ausgestrahlt. Später wechselte man den Sendeplatz und die Sendung wurde ab 1973 erst um 19:30 Uhr nach der Nachrichtensendung „heute“ platziert.

Bekannt wurde die Sendung vor allem durch die charakteristische Moderationsweise des ersten Moderators der Sendung, Dieter Thomas Heck. Inhalt der Sendung waren Auftritte verschiedener Schlagerstars, die besonders in den 1970er Jahren für eine erhöhte Popularität des deutschen Schlagers in allen gesellschaftlichen Schichten sorgten, der damals in starker Konkurrenz zu anderen musikalischen Trends wie beispielsweise der Beat-Musik stand.

Wer in der Sendung auftrat, lag dabei teilweise in der Hand der Zuschauer. Pro Sendung stellte das ZDF etwa fünf bis acht neue Titel verschiedener Interpreten vor, aber auch drei Titel, die in der vorigen Sendung die Gunst des Publikums für sich gewinnen konnten. Abgestimmt werden konnte hierbei per Postkarte. Da dieses System jedoch zu Manipulationen führte, modifizierte man dieses System zunächst, bevor 1982 der modernere TED als Abstimmungssystem eingeführt wurde.

Typischerweise fanden die Auftritte in der Sendung im Halb-Playback statt, das heißt, die Musik kam zwar vom Band (und dies war für die Zuschauer dank des ersten Studiodesigns der Sendung sogar ersichtlich, da diese den Toningenieur am Mischpult sehen konnten), gesungen wurde jedoch immer live.

Besonders neuartig für die damalige Zeit waren auch das Design des Studios sowie die Anordnung des Bühnenbildes. Die Zuschauertribünen waren im Karrée um die Bühne herum angeordnet, so dass die Interpreten dem Publikum deutlich näher waren als zur damaligen Zeit in anderen Sendungen üblich. Oft kam es auch vor, dass ein Interpret einen Auftritt inmitten des Publikums startete und sich von dort aus während des Singens durch die Zuschauer hindurch zur Bühne bewegte.

Im späteren Verlauf der 1970er Jahre öffnete sich die Sendung anderen musikalischen Genres und beinhaltete beispielsweise auch Interpreten der Neuen Deutschen Welle. So trat unter anderem die bekannte deutsche NDW-Band Trio in der ZDF-Hitparade auf und nutzte den Umstand des Live-Singens gleich mal dafür, Kommentare über Moderator Dieter Thomas Heck in den Auftritt mit einzubauen.

Gegen Mitte der 80er Jahre sank die Popularität mit dem Ausklang der Neuen Deutschen Welle jedoch erheblich und das Image der Hitparade galt mehr und mehr als zu konservativ und angestaubt. Um die Gunst der Zuschauer zurückzugewinnen, ersetzte man Dieter Thomas Heck durch Viktor Worms, der die Show bis 1990 moderierte. 1987 wurde außerdem das Voll-Playback eingeführt. 1990 übernahm jedoch Uwe Hübner die Sendung, die ab diesem Jahr wieder mehr auf deutsche Schlager ausgerichtet wurde. Außerdem ging man 1992 wieder zum Halb-Playback zurück. Im Jahr 2000 wurde die Sendung schließlich nach 32 Jahren Sendezeit eingestellt.

Heute genießt die Sendung nicht nur unter Schlagerfans Kultstatus. Hierzu haben vor allem die große Popularität in den 1970er Jahren sowie der einzigartige Moderationsstil von Dieter Thomas Heck beigetragen, dessen am Ende der Sendung in Höchstgeschwindigkeit gesprochene Abspann eines seiner Markenzeichen wurde.
ZDF Hitparade